Bestattungsvorsorge

Absicherung und Entlastung zu Lebzeiten

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Richtig im Alter vorsorgen - mit einer Bestattungsvorsorge!
Bestattungsvorsorge beim Bestatter

Bei dem Abschluss einer Bestattungsvorsorge denken viele oft an alte oder sehr kranke Menschen. Dabei ist diesem Personenkreis die Endlichkeit des Lebens sehr oft bewusst und der Abschluss einer Bestattungsvorsorge wird aktiv angegangen. Die Menschen in anderen, jüngeren Lebensphasen nehmen die Endlichkeit des Lebens seltener wahr. Mir passiert schon nichts und ich bin noch gar nicht so alt, das kann später noch geregelt werden sind häufige Aussagen von jüngeren Erwachsenen.

Doch auch junge Menschen können unerwartet versterben. Sei es eine akute Krankheit oder ein Unfall beim Ausüben des Sports. Alleine im Straßenverkehr hatten wir im Jahre 2017 insgesamt 3.180 tödlich verunglückte Menschen in Deutschland. Hiervon waren 2.186 Menschen unter 65 Jahre alt. Leider kann im Leben ein junges Alter weder vor Krankheit noch vor schlimmeren Schicksalsschlägen bewahren.

Möglichkeiten der Vorsorge

Vor diesem Hintergrund steigt die Nachfrage nach Bestattungsvorsorgen, gerade bei den Menschen über 60 Jahren, stark an. Die Menschen möchten selbst über den letzten Weg entscheiden und dies zu Lebzeiten verbindlich regeln. Hierbei entstehen bei der Bevölkerung meist Fragen oder Unklarheiten, welche gemeinsam mit einem Bestattungsunternehmen in Deutschland, geklärt werden können.

Am Ende eines Vorsorgegespräches steht dann ein individuelles Vorsorgekonzept. Angepasst und gefertigt nach den Wünschen des Vorsorgenehmers. Der Vorsorgevertrag kann durch unterschiedliche Finanzmöglichkeiten abgesichert werden:

Ich empfehle den Kunden, immer eine sichere Form der Hinterlegung zu nutzen. Diese wären das treuhänderisch verwaltete Konto und der Abschluss einer Sterbegeldversicherung. Aus Erfahrung heraus können bei Sparbüchern im Nachhinein Sperrvermerke aufgehoben werden und bei der Direktzahlung an einen Bestatter können die Vorsorgegelder durch eine spätere Insolvenz des Bestattungsunternehmens verloren gehen. In der heutigen Zeit gibt es für Kunden keinen vernünftigen Grund das Geld bei einem Bestattungsunternehmen direkt zu hinterlegen!

Bestatter sind für die Bevölkerung in Deutschland der Ansprechpartner bei den Themen Tod, Trauer und Bestattungsvorsorge. Sie unterstützen die Menschen in schwierigen Lagen, vermitteln notfalls professionelle Hilfe bei Trauerproblemen und helfen bei der Organisation der gewünschten Bestattung.

Vorteile für Bestattungsinstitute

Bestatter erhalten durch eine Bestattungsvorsorge die Möglichkeit, bereits vor Eintritt eines Sterbefalls ihre Kompetenz zeigen und hierdurch langfristig mehr Kundschaft an sich binden zu können. Des Weiteren sind Bestattungsvorsorgen zukünftige Sterbefälle, welche bereits geplant und besprochen wurden! Hierbei ist der Zeitaufwand im Sterbefall wesentlich geringer und der Organisationsstress stark vermindert.

Nutzen Sie Ihre Chance, bereits zu Lebzeiten für Kundinnen und Kunden als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Sie werden sehen, dass Ihre Reputation langfristig steigen wird. Nicht zuletzt ist es auch für Bestatter ein schönes Gefühl, wenn Menschen nach der finanziellen sowie organisatorischen Abwicklung ihrer Vorsorge beruhigt nach Hause gehen.

Sind Bestattungsvorsorgen pfändbar?

Das Bundessozialgericht stellte mit Urteil vom 18.03.2008 fest:

  1. Angemessene Bestattungsvorsorge und angemessene Grabpflege ist nach der Härtefallregelung des §90 Abs. 3 Satz 1 SGB XII geschützt.
  2. Sollte eine Bestattungsvorsorge einen angemessenen Rahmen überschreiten, muss sie nicht aufgelöst werden, wenn dies unwirtschaftlich wäre. Der übliche Vergütungsanspruch eines Bestatters nach Abzug der ersparten Aufwendungen überschreitet diese Schwelle in der Regel nicht.
  3. Der kurzfristige Abschluss einer Bestattungsvorsorge vor Aufnahme in ein Alten- oder Pflegeheim ändert an der Härtefallregelung grundsätzlich nichts, es sei denn, die Bestattungsvorsorge wurde vorsätzlich oder grob fahrlässig abgeschlossen, um Sozialhilfeleistungen zu erhalten.
Bundessozialgericht, Urteil vom 18.03.2008 – B 8 / 9b SO 9/06 R